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Schiedsrichter fordert Videobeweis
Aufgrund der jüngsten Fehlentscheidungen der Schiedsrichter macht sich die Fußball Bundesliga erneut Gedanken über die Einführung des Videobeweises. "Die Diskussion darüber wird nicht aufhören", bestätigte der für Schiedsrichter zuständige Vize Präsident des DFB.
Aufgrund der jüngsten Fehlentscheidungen der Schiedsrichter macht sich die Fußball Bundesliga erneut Gedanken über die Einführung des Videobeweises. "Die Diskussion darüber wird nicht aufhören", bestätigte der für Schiedsrichter zuständige Vize Präsident des Deutschen Fußball Bundes, Rainer Koch, am Montag in Frankfurt am Main.
Eine Schulung von 80 Schiedsrichter Assistenten wurde wegen der aktuellen Debatte zwei Wochen früher als geplant durchgeführt. "Wir haben kein Qualitätsproblem in der Menge von Leuten, sondern bei einzelnen Entscheidungen", nahm Schiedsrichter Sprecher Manfred Amerell die Unparteiischen gegen pauschale Kritik in Schutz. Seitdem in Markus Merk ein Referee selbst am letzten Wochenende den Einsatz technischer Hilfsmittel gefordert hatte, war in Frankfurt die Einführung des Videobeweisen in aller Munde.
Im Bundesligaspiel Werder Bremen gegen Borussia Dortmund hatte Merk seinen Fehler bei der Wiederholung auf der Videoleinwand im Weserstadion gesehen. Er hatte ein klares Abseitstor des Bremer Stürmers Markus Rosenberg anerkannt und hielt ansschließend ein Plädoyer für den Videobeweis : "In unserer heutigen Zeit mit ihren medialen Möglichkeiten lässt sich jede strittige Szene in einer Minute aufschlüsseln." Wahrscheinlich wird Merk in absehbarer Zeit Koch und dem Vorsitzenden des DFB Schiedsrichterausschuss, Volker Roth seinen Vorschlag zu technischen Hilfsmitteln präsentieren.
Roth stellte allerdings schon klar, dass er sich auf keine Diskussion einlassen will : "Die Fifa erlaubt das nicht." Aber auch Koch hat seine Bedenken geäußert: "Für mich ist die große Frage: Was ist, wenn eine Spielunterbrechung zu Unrecht hervorgerufen wird? Ich bin gespannt, was Markus Merk dazu sagen wird". DFB Prasident Zwanziger befürchtet vor allem einen verminderten Spielfluss: "Der Druck durch Trainer und Zuschauer würde weiter wachsen. Weil sie versuchen würden, die Schiedsrichter bei jeder Kleinigkeit vor den Videoschirm zu holen".

